Web 2.0 – ein Geschäftsmodell für die öffentliche Hand

Das Internet feiert mit dem Phänomen Web 2.0 einen bedeutenden Evolutionsschritt. Auch für Kommunen sind die neuen Interaktions- und Kommunikationsformen attraktiv – sie bewegen sich jedoch auf juristischem Neuland. Mit dem Thema Web 2.0 hat die Forschungsstelle für Rechtsfragen der Hochschul- und Verwaltungsmodernisierung (ReH..Mo) beim dritten Symposium ein hochaktuelles Sujet aufgegriffen.
Einige Kommunen nutzen bereits die vielfältigen Möglichkeiten des Web 2.0, das ganz neue Perspektiven der Bürgerbeteiligung schafft. Die baden-württembergische Gemeinde Schiltach wurde beispielsweise als „bestes Internetdorf 2007“ in Baden-Württemberg ausgezeichnet: Die Internetseite der Stadt bietet ein interaktives Forum, in dem die Bürger der Stadt selbst produzierte Fotos, Filme oder Textbeiträge einstellen können. Mit diesen Beiträgen will die Kommune das Wissen und die Geschichten von Zeitzeugen dauerhaft dokumentieren und im Internet veröffentlichen. Solche nutzerorientierten Angebote zeigen, wie auch die öffentliche Hand vom neuen Selbstverständnis im Netz profitieren kann.
Die neuartigen Kommunikations- und Partizipationsmöglichkeiten bieten Bürgern und Behörden bisher nicht da gewesene Gestaltungsspielräume mit gleichzeitig potenziell hohen Wirkungsgraden und geben Anreize, aktiv mitzugestalten. So zukunftsweisend und rasant sich das Web 2.0 entwickelt – noch birgt es zahlreiche rechtliche Herausforderungen wie datenschutzrechtliche oder haftungsrechtliche Fragen. Interdisziplinär und aus Sicht aller relevanter Interessengruppen wurden daher beim ReH..Mo-Symposium 2007 die Chancen und Risiken der neuen Interaktions- und Kommunikationsformen im Internet in ihren Auswirkungen und ihrer Bedeutung als marktorientiertes) Geschäftsmodell für die öffentliche Hand diskutiert. Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe rund um den Einsatz von Informationstechnologie im öffentlichen Sektor. Bereits jetzt hat sich dabei ein
interdisziplinär besetztes Kompetenznetzwerk aus Wissenschaftlern, Praktikern und Unternehmensführungen gebildet, das in Deutschland einmalig ist. Herzstück der Symposien bilden die Vorträge sowie eine abschließende Podiumsdiskussion mit hochrangigen Wissenschaftlern und Experten aus der Praxis. Zugleich bietet ReH..
Mo mit der Tagungsreihe ein Forum für den Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern aus der öffentlichen Verwaltung und der IT-Branche. An das erfolgreiche Konzept soll im Herbst 2008 beim vierten Symposium angeknüpft werden.
Quelle: "Campus Passau", Ausgabe 01/2008. Mit freundlicher Genehmigung der Universität Passau.

 3. ReH..Mo-Symposium am 8. und 9. November 2007 in Passau

„Web 2.0 - ein Geschäftsmodell für die öffentliche Hand“

Mit dem Phänomen Web 2.0 feiert das Internet einen bedeutenden Evolutionsschritt. Neuartige Kommunikations- und Partizipationsmöglichkeiten begeistern die Nutzer. Bisher nicht da gewesene Gestaltungsspielräume mit gleichzeitig potenziell hohen Wirkungsgraden geben Anreize, kräftig mitzumischen. Die Nutzer tragen ihre Fähigkeiten und ihr Wissen ins Netz und machen es lebendig.

Diese Entwicklung bietet den Betreibern von Internetangeboten nach dem Zerplatzen der Dot-Com-Blase eine zweite Chance: Geschäftsstrategien, die an die Kreativität, den Kontext und die Bedürfnisse der Nutzer anknüpfen, haben Hochkonjunktur und erschließen sich neue Absatzmärkte.

Ob und inwiefern auch die öffentliche Hand vom neu gewonnen Selbstverständnis im Netz profitieren kann, ob das Web 2.0 auch für das E-Government taugliche Geschäftsmodelle hervorbringt und wie die rechtlichen Rahmenbedingungen dazu aussehen, möchten wir gerne mit Ihnen in einem hochkarätig besetzten Expertenkreis aus Wissenschaft und Praxis diskutieren.

Die Forschungsstelle für Rechtsfragen der Hochschul- und Verwaltungsmodernisierung (ReH..Mo) lädt dazu am 8. und 9. November 20073. ReH..Mo - Symposium nach Passau ein.
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Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe rund um den Einsatz von Informationstechnologie im öffentlichen Sektor. Bereits jetzt hat sich dabei ein interdisziplinär besetztes Kompetenznetzwerk aus Wissenschaftlern, Praktikern und Unternehmensführungen gebildet, das in Deutschland einmalig ist. Herzstück des Symposiums bilden die Vorträge sowie eine abschließende Podiumsdiskussion mit hochrangigen Wissenschaftlern und Experten aus der Praxis.
 
Zu den Referenten gehören diesmal u.a. Hartmut Alker (Ministerialdirigent im Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg als Vertreter des Awards www.internetdorf.de), Klaus Eck (Kommunikationsberater), Rechtsanwalt Andreas Göckel (Leiter Multimedia- und Internetrecht Deutsche Telekom AG), Maik Fahrtmann, (init AG), Franz-Reinhard Habbel (Sprecher des DStGB), Rechtsanwalt Jörg Heidrich (Justiziar des heise Verlages), Normann Heydenreich (Microsoft Deutschland GmbH), Georg Konjovic (Geschäftsführer hamburg.de), Andreas Polster (Bundesministerium des Inneren), Ute Moritz (Community Marketing Management), Dr. Josef Wehner (Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme) sowie Thomas Köhler (ITTK-Spezialist und Fachbuchautor) als Moderator der Veranstaltung.
 
Zugleich wird - auch abseits der Vorträge und Diskussionsrunden - ein Forum für den Erfahrungs- und Meinungsaustausch zwischen den Teilnehmern aus der öffentlichen Verwaltung und der IT-Branche geboten.
Die wissenschaftliche Leitung der Veranstaltung hat Prof. Dr. Dirk Heckmann, Direktor und Begründer der Forschungsstelle ReH..Mo und Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, insbesondere Sicherheitsrecht und Internetrecht an der Universität Passau.